Gesetzliche Krankenversicherung

Wenn man mittels eines Brutto-Nettorechners sein Gehalt berechnen möchte, dann spielen neben dem Steuerabzug und Freibeträgen immer auch die Sozialversicherungsausgaben eine große Rolle, denn den größten Teil der Differenz zwischen Brutto- und Nettogehalt machen diese Sozialabgaben aus. Der größte „Batzen“ ist hier nach dem Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung momentan der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung bzw. zur Krankenversicherung allgemein, denn auch bei privat krankenversicherten Arbeitnehmern reduziert der Krankenversicherungsbeitrag natürlich das Bruttoeinkommen. Die Berechnung der Beitragshöhe ist hier relativ einfach, sodass man auch schnell berechnen kann, um welchen Betrag das Bruttoeinkommen durch den Krankenversicherungsbeitrag reduziert wird. Im folgenden Beispiel, welches auch weiterhin zur Berechnung der anderen Sozialabgaben genutzt wird, erzielt ein 30jähriger Mann ein jährliches Bruttoeinkommen von 36.000 Euro, also monatlich 3.000 Euro. Zunächst ist also von diesem Bruttoeinkommen der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung abzuziehen.

Die Berechnung des Beitrages zur GKV

Seit 2011 lautet der Beitragssatz zur GKV 15,50 Prozent, und zwar bis zur Beitragsbemessungsgrenze von zur Zeit 44.550 Euro. Von diesem Beitrag zahlt der Arbeitgeber einen Anteil von 7,3 Prozent, während der Arbeitnehmer demzufolge einen Anteil von 8,2 Prozent bezahlen muss. Allerdings ist diese Aufteilung für den Abzug des Gesamtbeitrages vom Bruttoeinkommen natürlich unerheblich. Geht man demnach im Beispielfall davon aus, dass der Arbeitnehmer monatlich 3.000 Euro an Bruttoeinkommen erzielt, dann wird dieses zunächst einmal durch den Krankenversicherungsbeitrag von 465 Euro monatlich reduziert. Eng verbunden mit der gesetzlichen Krankenversicherung ist die gesetzliche Pflegeversicherung, und auch dort gibt es einen „Zwangsbeitrag“, den jeder krankenversicherte Bürger zahlen muss. Der Beitrag zur Pflegeversicherung liegt derzeit (2011) bei 1,95 Prozent, wobei kinderlose Personen noch einen Aufschlag von 0,25 Prozent zahlen. Im Beispiel ist der Arbeitnehmer kinderlos und muss demzufolge einen monatlichen, vom Bruttoeinkommen abzurechnenden Beitrag von 66 Euro zahlen. Der „Normalbeitrag“ von 1,95 Prozent wird wiederum je zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer gezahlt. Insgesamt führen die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge also schon einmal dazu, dass sich das Bruttoeinkommen von 3.000 Euro auf das – natürlich nur vorläufige – Nettoeinkommen von 2.469 Euro reduziert.